Scabiosa - Signet

Erhalten & Fördern

Im Rahmen unseres Projektes führen wir Artenschutz- und Biotopflegemaßnahmen durch, um die Graue Skabiose und ihre Lebensräume gezielt und nachhaltig zu fördern. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit Akteur*innen vor Ort.

Unsere Maßnahmen finden Sie hier. Beispielhaft stellen wir Ihnen einige davon genauer vor.

Krümmling bei Bischofrode

Der Krümmling bei Bischofrode ist ein historischer Haldenbereich mit artenreichen Schwermetall- und Trockenrasen und einem großen Bestand der Grauen Skabiose. Die Schwermetall- und Trockenrasen sind durch eine jahrhundertelange Weidenutzung entstanden, die – wie bei vielen anderen Flächen – zuletzt nicht mehr stattfand.

Zur Wiederherstellung der zuwachsenden Offenfläche wurde diese im Winterhalbjahr 2021/22 umfangreich entbuscht. Außerdem konnte eine Schäferei aus dem Einzugsbereich des Süßen Sees gewonnen und der Krümmling 2022 erstmals seit Jahren wieder beweidet werden. Die Schafe und Ziegen verbeißen aufwachsende Gehölze und erhalten eine lückige, niedrigwüchsige Vegetationsstruktur. Zukünftig soll die Fläche jährlich beweidet werden.

 

Kirchberg bei Kleinmühlingen

Der Kirchberg am Rand des Ortes Kleinmühlingen ist eine flache, halboffene Kuppe, auf der beachtliche Reste Subpannonischer Steppen-Trockenrasen erhalten geblieben sind, in denen neben dem kennzeichnenden Pfriemengras (Stipa capillata) und der Grauen Skabiose noch weitere wertgebende Trockenrasen-Arten vorkommen.

Das Vorkommen der Grauen Skabiose auf dem Kirchberg bei Kleinmühlingen ist eines der ganz wenigen im Salzlandkreis. Um den Erhalt des Vorkommens zu sichern, wurden im Winterhalbjahr 2021/22 aufkommende Gehölze zurückgeschnitten. Eine jährliche Nachpflege und Mahd der wiederhergestellten Bereiche sind im Projektzeitraum vorgesehen. Ideal wäre eine regelmäßige Beweidung, da die Steppen-Trockenrasen ursprünglich durch Beweidung entstanden sind.

 

Felshang bei Mücheln

Der am Rand von Wettin-Mücheln gelegene Felshang ist Teil eines größeren, von Felsfluren, Trockenrasen und Gebüschen eingenommenen Hangbereichs. Wechselnde Expositionen, Hangneigungen sowie eine jahrhundertelange Weidenutzung haben ein vielfältiges, artenreiches Vegetationsmosaik mit zahlreichen seltenen und besonderen Artvorkommen entstehen lassen.

Bis vor wenigen Jahren kam hier das Zierliche Brillenschötchen vor, das mit dem Rückgang der Beweidung und dem Zuwachsen der Hänge verschwunden ist. Im Winter 2021/22 wurde ein Teil der Gehölze entnommen, so dass die Fläche wieder von Weidetieren erreicht und beweidet werden kann. Die Wiederherstellung offener Hangbereiche geschah aber vor allem mit dem Ziel, geeignete Bedingungen für eine Wiederansiedlung des Brillenschötchens zu schaffen.

 


Binnendüne Aken – Anhalt-Bitterfeld

Offene Binnendüne mit Pionierfluren und Magerrasen, eine der wenigen nicht abgebauten oder aufgeforsteten Binnendünen im Elbtal.

Maßnahme: Wiederansiedlung des Brillenschötchens zur Sicherung der vom Aussterben bedrohten Elbtal-Vorkommen

  • Ansiedlung

Brachbornsberg bei Wormsleben – Mansfeld-Südharz

Markante Kuppe oberhalb von „Luthers kalter Stelle“ mit Trockenrasen, lockeren bis dichten Gebüschen und Vorkommen von Grauer Skabiose und Stängellosem Tragant.

Maßnahme: Erhalt des Stängellosen Tragants durch Freistellung der Wuchsorte

  • Entbuschung

Brillenschötchen-Hügel im Kühnauer Park – Stadt Dessau-Roßlau

Innerhalb der historischen Parkwiese gelegene flache Binnendüne mit Trockenrasen, eines der letzten Vorkommen des Brillenschötchens im Elbtal.

Maßnahme: Sicherung eines der letzten Brillenschötchen-Vorkommen im Elbtal durch Populationsstützung und Habitatpflege

  • Ansiedlung

Felshang bei Mücheln – Saalekreis

Felshang mit wechselnden Expositionen und Hangneigungen und einem vielfältigen, artenreichen Mosaik aus Trockenrasen, Pionierfluren und Felsheide.

Maßnahme: Wiederansiedlung des Brillenschötchens als Beitrag zur Sicherung der Saaletal-Vorkommen

  • Entbuschung
  • Gehölzentnahme
  • Ansiedlung

Galgenberg bei Arneburg – Landkreis Stendal

Der Galgenberg bei Arneburg ist eine kleine Kuppe und scheint durch seine Vegetation sowie die Nähe zum bestehenden Vorkommen auf den Jungfernbergen als Ansiedlungsfläche besonders geeignet.

Maßnahme: Ansiedlung der Grauen Skabiose zur Sicherung der Vorkommen in der Region

  • Ansiedlung

Galgenberg-West Nordufer Süßer See – Mansfeld-Südharz

Auf dem Galgenberg West finden sich, wie auf weiteren Flächen im Bereich des Nordufers des Süßen Sees, bedeutsame Vorkommen des Stängellosen Tragants (Astragalus exscapus).

Maßnahme: Erhalt des Stängellosen Tragants durch Beweidung

  • Beweidung

Gollmer Berg – Wittenberg

Artenreicher Trockenrasen mit seltenen und besonderen Artvorkommen in Mitten eines Kiefernforstes.

Maßnahme: Förderung des Vorkommens der Grauen Skabiose durch Mahd des Wuchsortes

  • Mahd

Jungfernberge bei Sanne – Stendal

Zwei nebeneinander liegende, partiell offene Moränenkuppen im Randbereich einer größeren Waldinsel, Hotspot der Biodiversität mit vielen seltenen und besonderen Artvorkommen.

Maßnahme: Vergrößerung der Offenfläche zur Förderung der wertgebenden Trockenrasen-Vegetation

  • Gehölzentnahme

Kirchberg Kleinmühlingen – Salzlandkreis

Flache, halboffene, auch siedlungsgeschichtlich bedeutsame Kuppe mit Restvorkommen von Steppenrasen mit u.a. Grauer Skabiose.

Maßnahme: Wiederaufnahme der Nutzung und Pflege brach gefallener Trockenrasen.

  • Entbuschung
  • Mahd

Klinke in der Franzigmark bei Brachwitz – Saalekreis

Exponierter, partiell als Steinbruch genutzter Felsen mit Trockenrasen, Felsfluren und einer Vielzahl an seltenen und besonderen Artvorkommen.

Maßnahme: Erhalt des Brillenschötchens durch Freistellung der Wuchsorte

  • Entbuschung

Krümmling bei Bischofrode – Mansfeld-Südharz

Historischer Haldenbereich mit artenreichen Schwermetall- und Trockenrasen und einem großen Vorkommen der Grauen Skabiose.

Maßnahme: Wiederaufnahme der Nutzung und Pflege brach gefallener Trockenrasen.

  • Entbuschung
  • Gehölzentnahme
  • Beweidung

Mordgrund bei Kloschwitz – Saalekreis

Markantes Trockental, dessen obere Bereiche von Streuobstbeständen und Trockenrasen eingenommen werden, in denen u.a. ein großer Bestand des Stängellosen Tragants wächst.

Maßnahme: Erhalt des Stängellosen Tragants durch Freistellung der Wuchsorte

  • Entbuschung

Spitzberg bei Klinke – Stendal

Markante, waldfreie, von ausgedehnten Kiefernforsten umgebene Moränenkuppe, Hotspot der Biodiversität mit vielen seltenen und besonderen Artvorkommen.

Maßnahme: Vergrößerung der Offenfläche zur Förderung der wertgebenden Trockenrasen-Vegetation

  • Gehölzentnahme

Trockenhang bei Fienstedt – Saalekreis

Hangbereich am unteren Ende eines sich ins Saaletal öffnenden Trockentals mit Vorkommen von Grauer Skabiose und Stängellosem Tragant.

Maßnahme: Erhalt von Grauer Skabiose und Stängellosem Tragant durch Freistellung der Wuchsorte

  • Entbuschung

Wegböschung bei Unterwiederstedt – Mansfeld-Südharz

Seit langem bekanntes Vorkommen des Stängellosen Tragants auf einer alten Wegböschung, eindrucksvolles Beispiel für die Bedeutung von Wegen und Säumen als Wuchsorte seltener Arten.

Maßnahme: Erhalt des Stängellosen Tragants durch Freistellung der Wuchsorte

  • Entbuschung

Weinberg Brunkau – Stendal

Isolierter Trockenrasen-Rest auf einer bewaldeten und von Wald umgebenen Moränenkuppe mit Vorkommen u.a. von Grauer Skabiose und Trauben-Graslilie.

Maßnahme: Vergrößerung der Offenfläche zur Rettung der wertgebenden Trockenrasen-Vegetation

  • Gehölzentnahme

Weitzschkerbachtal bei Unterfarnstädt – Saalekreis

Ausgedehnter, durch früheren Gesteinsabbau partiell überformter Trockenhang mit Steppenrasen, Kalk-Trockenrasen und Pionierfluren.

Maßnahme: Erhalt der Grauen Skabiose durch Freistellung der wenigen Wuchsorte

  • Entbuschung

Wendelberg bei Dobberkau – Stendal

Der Wendelberg bei Dobberkau ist eine kleine, ortsnah gelegene Kuppe mit artenreichen, partiell ruderalisierten und verarmten Trockenrasen und ein floristisch bedeutsamer Hotspot.

Maßnahme: Förderung des Vorkommens der Grauen Skabiose durch Mahd des Wuchsortes

  • Mahd